FAQ

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Fragen & Antworten rund um Wissenschaft und Karriere

Von Peer Review über Befristung bis Think Tank: Hier erklären wir die wichtigsten Begriffe und Fragen für Nachwuchswissenschaftler:innen und Praktiker:innen in der Politischen Kommunikation.

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Stand: Oktober 2026 · 59 Fragen in 8 Themenbereichen. Keine Rechtsberatung – verbindlich sind immer Gesetzestexte, Tarifverträge und die Regeln deiner Einrichtung.

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Publizieren & BegutachtungPeer Review, Journals, Open Access und Co.

Was ist Peer Review?

Peer Review (dt. Begutachtung durch Fachkolleg:innen) ist das Qualitätssicherungsverfahren wissenschaftlicher Publikationen. Eingereichte Manuskripte werden von unabhängigen Expert:innen desselben Fachgebiets bewertet, bevor sie veröffentlicht werden. Beim verbreiteten Double-Blind-Verfahren kennen weder Autor:in noch Gutachter:in die jeweils andere Person. Das Ergebnis ist entweder eine Annahme, eine Ablehnung oder – am häufigsten – eine Überarbeitung mit anschließender erneuter Begutachtung (sog. „Revise & Resubmit“).

Was ist ein Call for Papers (CfP)?

Ein Call for Papers ist eine öffentliche Einladung, Beiträge zu einer Konferenz, einem Sammelband oder einer Zeitschrift einzureichen. CfPs enthalten in der Regel das Thema, formale Anforderungen und eine Einreichfrist. Im Bereich Politische Kommunikation werden CfPs häufig über die Mailinglisten der DGPuK, DVPW und ICA sowie über LinkedIn verbreitet – und natürlich über unseren NapoKo-Rundbrief. Die wichtigsten Tagungstermine findest du auf unserer Konferenzseite.

Was ist ein Impact Factor – und was ist der h-Index?

Der Impact Factor (IF) misst, wie häufig Artikel einer Zeitschrift in einem bestimmten Zeitraum im Schnitt zitiert werden (berechnet im kommerziellen Journal Citation Report von Clarivate). Er gilt als Indikator für den Einfluss eines Journals, ist aber umstritten – gerade in den Sozialwissenschaften, wo Buchpublikationen und deutschsprachige Zeitschriften strukturell benachteiligt sind. Initiativen wie DORA fordern, Forschung nicht allein am IF zu messen. Eine frei zugängliche Alternative ist das Scimago Journal Ranking.

Der h-Index misst die Zitierhäufigkeit einzelner Autor:innen – einsehbar etwa über Google Scholar oder Scopus. Beide Kennzahlen sagen nur begrenzt etwas über die Qualität einzelner Arbeiten aus.

Was ist ein Preprint / Working Paper?

Ein Preprint ist eine Vorabversion eines Manuskripts, die vor dem formalen Peer-Review-Prozess öffentlich zugänglich gemacht wird – etwa auf Plattformen wie SocArXiv oder dem Open Science Framework (OSF). Ein Working Paper ist ähnlich: ein Forschungsbericht, der noch nicht in einem Journal erschienen ist, aber bereits zirkuliert. Beide Formate erhöhen die Sichtbarkeit von Forschung und ermöglichen frühes Feedback – werden aber im Lebenslauf anders gewertet als peer-reviewte Artikel. Viele Journals erlauben Preprints ausdrücklich; die jeweilige Policy lässt sich über Sherpa Romeo prüfen.

Was ist der Unterschied zwischen einem Konferenzpaper und einem Journal-Artikel?

Ein Konferenzpaper ist ein Beitrag, der auf einer wissenschaftlichen Tagung präsentiert wird. Es durchläuft in der Regel ein vereinfachtes Review-Verfahren (oft nur Abstract-Begutachtung) und gilt im Publikationsprofil als weniger gewichtig als ein peer-reviewter Journal-Artikel. Konferenzpaper sind aber wertvoll, um Forschung früh zu präsentieren, Feedback zu sammeln und sich zu vernetzen – viele Journal-Artikel entstehen aus Konferenzbeiträgen.

Was ist Open Access (OA)?

Open Access bezeichnet die kostenfreie, öffentliche Zugänglichkeit wissenschaftlicher Publikationen. Man unterscheidet zwischen Gold OA (direkte Veröffentlichung als OA im Journal, häufig mit Gebühren – sogenannten Article Processing Charges – verbunden) und Green OA (Selbstarchivierung einer Vorabversion auf einem Repositorium wie SSOAR oder dem institutionellen Repositorium der eigenen Hochschule). Viele Drittmittelgeber wie die DFG verlangen inzwischen OA-Veröffentlichungen.

Tipp: Viele Hochschulen haben Transformationsverträge mit großen Verlagen (z. B. im Rahmen von DEAL), über die die Gebühren ganz oder teilweise übernommen werden. Frag bei deiner Bibliothek nach, bevor du selbst zahlst.

Was ist ein Sammelband?

Ein Sammelband (engl. edited volume) ist ein Buch, das von einer oder mehreren Herausgeber:innen zusammengestellt wird und Beiträge verschiedener Autor:innen zu einem gemeinsamen Thema vereint. Einzelne Kapitel in Sammelbänden gelten im Wissenschaftsbetrieb als weniger prestigeträchtig als Zeitschriftenartikel in peer-reviewten Journals – sind aber dennoch ein wichtiger Bestandteil des Publikationsprofils, insbesondere im deutschsprachigen Raum.

Wie werde ich Gutachter:in für Journals und Konferenzen?

Reviewer-Anfragen kommen in der Regel, sobald du selbst publiziert hast und in Datenbanken oder Journal-Systemen auftauchst. Du kannst aber auch aktiv werden: Viele Journals und Konferenzen (z. B. die Divisions der ICA) suchen regelmäßig Reviewer:innen und nehmen Freiwillige auf – eine kurze Mail an die Redaktion mit deinen Themen und deinem ORCID-Profil reicht oft. Begutachten ist eine gute Gelegenheit, den Blick der Gutachter:innen auf eigene Texte zu schärfen, und wird im Lebenslauf als Service gewertet.

Was ist ein SWS?

SWS steht für Semesterwochenstunden und bezeichnet den zeitlichen Umfang einer Lehrveranstaltung. Eine SWS entspricht einer Unterrichtseinheit (in der Regel 45 Minuten) pro Woche im Semester. Eine typische Lehrveranstaltung umfasst 2 SWS. Die Lehrverpflichtung von wissenschaftlichen Mitarbeiter:innen hängt vom Bundesland, der Hochschulart und der Stelle ab (Qualifikationsstellen liegen oft bei etwa 2–4 SWS, Haushaltsstellen und Stellen mit Lehraufgaben häufig höher, Projektstellen oft niedriger oder bei null). Sie steht im Arbeitsvertrag oder in der Lehrverpflichtungsverordnung des Landes.

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Konferenzen & VernetzungAbstracts, Panels, Förderung und unsere Formate

Was ist ein Abstract – und was ein Extended Abstract?

Ein Abstract ist eine Kurzzusammenfassung deines Beitrags (je nach Konferenz meist 150–500 Wörter) mit Fragestellung, Methode, zentralen Ergebnissen und Relevanz. Manche Tagungen verlangen ein Extended Abstract von etwa 1.000–1.500 Wörtern, das Theorie, Design und (vorläufige) Ergebnisse ausführlicher darstellt. Maßgeblich sind immer die Vorgaben im jeweiligen CfP – achte besonders auf Wortgrenzen und darauf, ob Ergebnisse schon vorliegen müssen.

Paper, Panel, Poster, Roundtable – was ist was?

Ein Paper ist ein Einzelvortrag (meist 12–20 Minuten) in einer thematischen Session. Ein Panel bündelt mehrere thematisch passende Papers, oft als vorab eingereichtes Paket. Poster werden in einer eigenen Session präsentiert und eignen sich gut für frühe Projektphasen und Gespräche auf Augenhöhe. Roundtables sind diskussionsorientierte Formate ohne klassische Vorträge. Eine Preconference findet vor der Haupttagung statt und ist meist thematisch oder methodisch fokussiert.

Was macht ein:e Discussant:in?

Discussants kommentieren die Beiträge einer Session oder eines Panels: Sie fassen kurz zusammen, benennen Stärken, stellen Rückfragen und geben konstruktives Feedback. Das gilt als wertvoller Service und ist eine gute Gelegenheit, sich einen Namen zu machen. Bei Konferenzen mit Discussant:innen-Pflicht werden Freiwillige oft im Rahmen des Einreichungsverfahrens abgefragt.

Wie finanziere ich Konferenzreisen?

Frag zuerst an deiner Einrichtung nach: Lehrstuhl, Fakultät, Graduiertenschule oder Projektmittel übernehmen häufig Reise- und Tagungskosten. Außerdem bieten viele Fachgesellschaften und Konferenzen Reisestipendien oder Gebührenerlasse für Nachwuchswissenschaftler:innen an (z. B. die ICA) – Hinweise stehen meist auf den Konferenzseiten oder im CfP. Wer keine Anstellung hat, sollte rechtzeitig beim jeweiligen Veranstaltungsteam nachfragen.

Was sind das NapoKo-Kolloquium und der NapoKo-Workshop?

Das NapoKo-Kolloquium bietet Nachwuchswissenschaftler:innen die Möglichkeit, laufende Forschungsprojekte zur Diskussion zu stellen und Feedback von Kolleg:innen und erfahrenen Forschenden zu erhalten. Der NapoKo-Workshop vermittelt praxisnahe Impulse zu Methoden oder Karrierethemen. Beide Formate finden im Wechsel statt und sind an die Tagung der Fachgruppe Kommunikation und Politik angebunden – die nächste Tagung ist vom 7. bis 9. April 2027 in Mainz. Mehr dazu auf unserer Kolloquiumsseite.

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Die DissertationFormat, Betreuung, Finanzierung und Abschluss

Was ist der Unterschied zwischen einer Monographie und einer kumulativen Dissertation?

Bei der Monographie (auch: Buchdissertation) wird die Dissertation als zusammenhängendes Buch verfasst – ein klassisches Format, das im deutschsprachigen Raum lange dominiert hat und sich gut für eine spätere Buchpublikation eignet.

Die kumulative Dissertation (auch: Publikationsdissertation) besteht aus mehreren bereits publizierten oder zur Publikation eingereichten Zeitschriftenartikeln, die durch eine gemeinsame Einleitung und ein Fazit gerahmt werden. Dieses Format ist international verbreitet und hat in den letzten Jahren auch im deutschsprachigen Raum stark zugenommen. Ob eine kumulative Dissertation möglich ist (und wie viele Artikel nötig sind), hängt von der jeweiligen Promotionsordnung und der betreuenden Person ab.

Was ist ein Exposé?

Ein Exposé (auch: Forschungskonzept oder Research Proposal) ist ein Dokument, in dem das geplante Dissertationsprojekt skizziert wird – in der Regel mit Forschungsfrage, theoretischem Rahmen, Methodik und Zeitplan. Es ist fast immer Teil der Bewerbung auf eine Promotionsstelle oder ein PhD-Programm und oft auch Voraussetzung für die formale Annahme als Doktorand:in. Hilfreiche Hinweise bietet die DFG-Seite zur Antragstellung. Mehr zum Weg in die Promotion findest du auf unserer Seite Weg ins Doktorat.

Wie finde ich eine Betreuungsperson – und was ist ein Zweitgutachten?

Eine gute Betreuung ist wichtiger als das Prestige des Standorts. Lies die Publikationen potenzieller Betreuer:innen, besuche Tagungen und Kolloquien, sprich Doktorand:innen vor Ort an und schicke eine kurze Mail mit einer Skizze deines Vorhabens. Wer betreuen darf, regelt die Promotionsordnung der Fakultät. Zur Begutachtung der fertigen Dissertation gehört neben dem Erstgutachten ein Zweitgutachten einer weiteren Professur – oft von außerhalb der eigenen Einrichtung.

Was ist eine Betreuungsvereinbarung?

Viele Fakultäten und Graduiertenschulen verlangen zu Beginn der Promotion eine schriftliche Betreuungs- oder Promotionsvereinbarung. Darin werden Thema, Zeitplan, Betreuungsrhythmus, Pflichten beider Seiten und Konfliktlösungswege festgehalten. Sie schafft Verbindlichkeit und ist ein gutes Instrument, wenn die Zusammenarbeit später einmal stockt. Auch ohne Pflicht lohnt es sich, Erwartungen früh zu klären.

Was ist der Unterschied zwischen individueller und strukturierter Promotion?

Bei der individuellen Promotion arbeitest du weitgehend selbstständig unter einer Betreuungsperson, oft als Mitarbeiter:in am Lehrstuhl. Strukturierte Promotionsprogramme (Graduiertenschulen, Promotionskollegs, PhD-Programme) bieten dagegen ein festes Curriculum, mehrköpfige Betreuung, Methodenkurse und Austausch mit anderen Doktorand:innen. International – etwa in den Niederlanden, Skandinavien oder den USA – sind strukturierte Programme üblicher. Beide Wege führen zum gleichen Abschluss.

Wie kann ich meine Promotion finanzieren?

Neben Stellen an Lehrstühlen und in Drittmittelprojekten (siehe unsere Stellenangebote) gibt es Promotionsstipendien, zum Beispiel von der Studienstiftung des deutschen Volkes, von den parteinahen und weiteren Begabtenförderungswerken, von Stiftungen oder vom DAAD für Auslandsaufenthalte. Stipendien bedeuten oft mehr Freiheit, aber keine Sozialversicherung durch den Arbeitgeber und keine Lehrverpflichtung – prüfe die Bedingungen deshalb genau.

Was ist eine Disputation – und was ein Rigorosum?

Der Abschluss der Promotion erfolgt in der Regel durch eine mündliche Prüfung. Die Disputation ist meist die (öffentliche) Verteidigung der Dissertation mit Fragen der Prüfungskommission. Ein Rigorosum ist traditionell eine umfassendere mündliche Prüfung, die auch Nebenfächer einbezieht. Welche Form gilt, regelt die Promotionsordnung der jeweiligen Hochschule – auch innerhalb Deutschlands, Österreichs und der Schweiz unterscheiden sich die Regelungen.

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Gute wissenschaftliche Praxis & Open SciencePrä-Registrierung, Daten, Ethik und Literatur

Was ist Prä-Registrierung (Preregistration)?

Bei einer Prä-Registrierung legst du Hypothesen, Design und Analyseplan vor der Datenerhebung oder -auswertung in einem öffentlichen Register fest, etwa beim Open Science Framework oder bei AsPredicted. Das erhöht die Transparenz und trennt bestätigende von explorativen Analysen. Eine Variante sind Registered Reports: Das Journal begutachtet Fragestellung und Methode vorab und sagt die Veröffentlichung zu, unabhängig vom Ergebnis.

Was ist ein Datenmanagementplan (DMP)?

Ein Datenmanagementplan beschreibt, welche Daten du erhebst, wie sie gespeichert, dokumentiert, geschützt und später zugänglich gemacht werden. Viele Förderer – etwa die DFG oder die EU – verlangen ihn bei Anträgen, und auch ohne Pflicht lohnt er sich. Beratung gibt es meist über Bibliotheken oder Forschungsdatenzentren; wichtige Stichworte sind Datenschutz (DSGVO), Anonymisierung und Nachnutzbarkeit nach den FAIR-Prinzipien.

Brauche ich ein Ethikvotum?

Bei Studien mit Menschen – etwa Befragungen, Experimenten oder Interviews – verlangen viele Hochschulen, Förderer und Journals ein positives Votum einer Ethikkommission. Die Regeln unterscheiden sich je nach Einrichtung. Erkundige dich früh bei deiner Fakultät oder Universität und plane die Bearbeitungszeit des Antrags ein. Zu einem sauberen Vorgehen gehören außerdem informierte Einwilligung und ein sorgfältiger Umgang mit personenbezogenen Daten.

Was bedeutet gute wissenschaftliche Praxis?

Gemeint sind verbindliche Standards für redliches Forschen: sorgfältig arbeiten, Ergebnisse nachvollziehbar dokumentieren, Quellen korrekt zitieren, Autorschaft fair vergeben und keine Daten fälschen oder Plagiate verwenden. Die DFG hat dazu einen Kodex („Leitlinien zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis“) veröffentlicht, den viele Hochschulen übernehmen. Bei Konflikten helfen Ombudspersonen an deiner Einrichtung und die bundesweite Ombudsstelle.

Welche Literaturverwaltung sollte ich nutzen?

Eine Literaturverwaltung spart Zeit und verhindert Zitierfehler. Beliebt sind Zotero (kostenlos, Open Source), Citavi (vor allem im deutschsprachigen Raum, oft über Campus-Lizenzen) und EndNote. Wichtiger als das Programm ist, früh damit anzufangen und alle Quellen von Beginn an konsequent einzupflegen.

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Institutionen & NetzwerkeFachgesellschaften und wer wofür zuständig ist

Was ist die DGPuK?

Die Deutsche Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft ist die wissenschaftliche Fachgesellschaft für Kommunikations- und Medienwissenschaft im deutschsprachigen Raum. Sie organisiert die jährliche Jahrestagung und gliedert sich in thematische Fachgruppen – darunter die Fachgruppe Kommunikation und Politik, die NapoKo unterstützt.

Was ist die DVPW?

Die Deutsche Vereinigung für Politikwissenschaft ist das politikwissenschaftliche Pendant zur DGPuK. Politische Kommunikation ist hier im Arbeitskreis Politik und Kommunikation verortet, der ebenfalls NapoKo unterstützt. Alle drei Jahre findet der DVPW-Kongress statt – der nächste vom 7. bis 10. September 2027 in Leipzig.

Was ist die Fachgruppentagung Kommunikation und Politik?

Die Tagung der DGPuK-Fachgruppe Kommunikation und Politik ist das wichtigste jährliche Treffen der Politischen Kommunikationsforschung im deutschsprachigen Raum – und der Ort, an dem das NapoKo-Kolloquium und der NapoKo-Workshop stattfinden. Die nächste Tagung findet vom 7. bis 9. April 2027 in Mainz statt; der Call for Papers läuft bis zum 23. November 2026.

Was ist die SGKM?

Die Schweizerische Gesellschaft für Kommunikations- und Medienwissenschaft ist die entsprechende Fachgesellschaft in der Schweiz. Sie veranstaltet eine eigene Jahrestagung – die nächste findet am 22. und 23. April 2027 in Bern statt.

Was ist die ÖGK?

Die Österreichische Gesellschaft für Kommunikationswissenschaft (ÖGK) ist die kommunikationswissenschaftliche Fachgesellschaft in Österreich – das österreichische Pendant zu DGPuK und SGKM. Sie organisiert eigene Tagungen, die Kommunikationswissenschaftlichen Tage (KWT), und ist eng mit der deutschsprachigen Kommunikationswissenschafts-Community vernetzt.

Was ist die ICA?

Die International Communication Association ist die wichtigste internationale Fachgesellschaft für Kommunikationswissenschaft. Ihre Jahrestagung findet jährlich in wechselnden Städten weltweit statt – 2027 vom 3. bis 7. Juni in Glasgow. Innerhalb der ICA gibt es eine eigene Political Communication Division.

Was ist die ECREA?

Die European Communication Research and Education Association ist die europäische Dachorganisation für Kommunikationswissenschaft. Ihre Haupttagung (European Communication Conference) findet alle zwei Jahre statt – 2026 in Brno, 2028 in Vilnius. Auch hier gibt es eine eigene Sektion für Politische Kommunikation.

Was ist die ECPR?

Das European Consortium for Political Research ist eine der wichtigsten europäischen politikwissenschaftlichen Organisationen. Innerhalb der ECPR gibt es eine eigene Standing Group on Political Communication, die regelmäßig Panels auf den ECPR-Tagungen organisiert und für alle relevant ist, die an der Schnittstelle von Politikwissenschaft und Kommunikationsforschung arbeiten. Die General Conference 2027 findet vom 7. bis 10. September in Barcelona statt.

Was ist die APSA?

Die American Political Science Association ist die wichtigste politikwissenschaftliche Fachgesellschaft in den USA – mit einer eigenen Sektion für Political Communication. Ihre Jahrestagung ist international sichtbar und für alle relevant, die sich für US-amerikanische oder vergleichende Forschung interessieren.

Was ist eine Fachgruppe – und was ein Arbeitskreis?

Fachgruppen sind thematische Untereinheiten der DGPuK, Arbeitskreise die entsprechenden Strukturen in der DVPW. Beide organisieren eigene Panels und Tagungen, vergeben manchmal Preise und fördern den Austausch innerhalb eines Forschungsfeldes.

Was ist NapoKo – und wie werde ich Mitglied?

NapoKo ist das Nachwuchsnetzwerk Politische Kommunikation, angesiedelt an der Schnittstelle von DGPuK und DVPW. Wir vernetzen Nachwuchswissenschaftler:innen und Praktiker:innen, die sich für politische Kommunikation interessieren. Die Mitgliedschaft ist kostenlos und unkompliziert – hier kannst du Mitglied werden. Im Mitgliederverzeichnis findest du Gleichgesinnte, und über Rundbrief und LinkedIn erfährst du von Stellen, CfPs und Veranstaltungen.

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Befristung, Verträge & GehaltWissZeitVG, Teilzeit, Tarifverträge und Schutzregeln

Was ist das Wissenschaftszeitvertragsgesetz (WissZeitVG) – und was ändert sich?

Das WissZeitVG ist ein Bundesgesetz, das befristete Arbeitsverträge mit wissenschaftlichem Personal an Hochschulen und Forschungseinrichtungen regelt. Aktuell gilt: Befristungen zur wissenschaftlichen Qualifizierung sind ohne weiteren Sachgrund bis zu 6 Jahre vor und bis zu 6 Jahre nach der Promotion möglich (in der Medizin 9 Jahre). Nicht ausgeschöpfte Zeit vor der Promotion kann danach genutzt werden, insgesamt sind es maximal 12 Jahre. Daneben sind Befristungen möglich, solange eine Stelle aus Drittmitteln finanziert wird.

Reform: Eine Reform ist auf dem Weg. Das Bundeskabinett hat im Sommer 2026 einen Gesetzentwurf beschlossen, der sich derzeit im Bundestag befindet – er ist noch nicht in Kraft. Laut Entwurf sind unter anderem Mindestvertragslaufzeiten (3 Jahre vor und 2 Jahre nach der Promotion), eine Postdoc-Phase von bis zu 6 Jahren ohne Übertrag aus der Promotionsphase und eine längere Höchstbefristung für studentische Beschäftigte vorgesehen. Bereits bestehende Verträge sollen unberührt bleiben. Im Gesetzgebungsverfahren können sich Details noch ändern. Mehr Informationen bei der BMFTR und in der Übersicht der DVPW.

Was bedeutet „sachgrundlose Befristung“ – und was ist ein Sachgrund?

Eine sachgrundlose Befristung ist eine zeitlich begrenzte Anstellung ohne konkreten inhaltlichen Grund. Eine Befristung mit Sachgrund hingegen stützt sich auf einen konkreten Anlass, z. B. die Vertretung einer erkrankten Kollegin, eine projektgebundene Drittmittelfinanzierung oder eine klar umrissene Aufgabe. Nach dem allgemeinen Arbeitsrecht (TzBfG) ist eine sachgrundlose Befristung maximal 2 Jahre lang und höchstens dreimal verlängerbar – für Hochschulbeschäftigte gilt dagegen vorrangig das WissZeitVG, das eigene Regeln für die Qualifizierungsphasen vorsieht.

Was ist eine Kettenbefristung?

Von einer Kettenbefristung spricht man, wenn mehrere befristete Verträge hintereinander abgeschlossen werden – oft beim selben Arbeitgeber und für ähnliche Tätigkeiten. Das ist im Wissenschaftsbereich weit verbreitet und rechtlich zulässig, solange die Gesamtgrenzen des WissZeitVG nicht überschritten werden. Kritiker:innen sehen darin ein strukturelles Problem des deutschen Wissenschaftssystems, weil sehr kurze Vertragsabschnitte Planungsunsicherheit erzeugen und besonders Personen mit Fürsorgeverpflichtungen belasten. Die geplanten Mindestvertragslaufzeiten sollen dem entgegenwirken.

Warum sind so viele Stellen Teilzeitstellen?

Viele Qualifikationsstellen (Doktorat, Postdoc) werden in Teilzeit ausgeschrieben – häufig 50–75 % einer Vollzeitstelle. Das ist in Deutschland weit verbreitet. Hintergrund: Die Stelle finanziert nur einen Teil der Arbeitszeit, der Rest ist – implizit – für die eigene Qualifikationsarbeit (Dissertation, Habilitation) vorgesehen. In der Praxis bedeutet das oft, dass mehr gearbeitet wird, als bezahlt wird. Es lohnt sich, vor Vertragsunterschrift Umfang, Aufgaben und Erwartungen genau zu besprechen. Ein höherer Stellenumfang wird in Einzelfällen verhandelt, vor allem bei Projektstellen.

Was ist TV-L / TVöD – und was bedeutet E13? Wie viel verdiene ich?

Der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L) regelt die Vergütung von Angestellten an den meisten Landesuniversitäten (Hessen hat mit dem TV-H einen eigenen Vertrag). Der TVöD gilt für Bund und Kommunen. Wissenschaftliche Mitarbeiter:innen mit Master-Abschluss werden in der Regel nach Entgeltgruppe 13 (E13) eingruppiert – innerhalb der Gruppe bestimmt die Stufe (nach einschlägiger Berufserfahrung) das Gehalt.

Nach der Tabelle ab 1. April 2026 liegt E13 TV-L bei Vollzeit zwischen etwa 4.760 € (Stufe 1) und 6.765 € (Stufe 6) brutto im Monat. Der Einstieg erfolgt meist in Stufe 1 oder 2 (rund 4.760–5.110 €). Bei einer 75-%-Stelle sind das rechnerisch etwa 3.570–3.830 €, bei 50 % etwa 2.380–2.550 € brutto. Dazu kommt eine tarifliche Jahressonderzahlung. Verbindlich ist immer die aktuelle Tabelle, z. B. bei oeffentlicher-dienst.info.

Was passiert nach dem Ende der WissZeitVG-Frist?

Wer die Höchstbefristungsdauer nach WissZeitVG ausgeschöpft hat, kann in Deutschland grundsätzlich keine weiteren befristeten Qualifikationsverträge an Hochschulen mehr erhalten – es sei denn, es liegt ein Sachgrund vor (z. B. Elternzeitvertretung oder Drittmittelprojekt) oder man wechselt in eine unbefristete Stelle. Viele Wissenschaftler:innen stehen nach dieser Phase vor der Entscheidung: Professur, unbefristete Stelle im Mittelbau, außeruniversitäre Forschungseinrichtung (z. B. Max-Planck, Leibniz, Fraunhofer) oder Wechsel in die Praxis. Eine gute Übersicht bietet der academics.de-Ratgeber.

Gibt es Schutz bei Elternzeit, Kinderbetreuung oder Krankheit – und verlängert sich mein Vertrag?

Ja, in vielen Fällen. Nach dem WissZeitVG verlängern sich die Höchstbefristungsgrenzen um Zeiten von Mutterschutz und Elternzeit sowie – bis zu zwei Jahre – um Zeiten der Betreuung von Kindern. Auch bei Behinderung oder schwerer chronischer Erkrankung ist eine Verlängerung um bis zu zwei Jahre möglich. Laut Reformentwurf soll künftig auch die Pflege von Angehörigen berücksichtigt werden. Die Verlängerung greift nicht immer automatisch: Sie muss oft aktiv beantragt oder im Vertrag vereinbart werden – frühzeitige Kommunikation mit Personalbüro und Vorgesetzten ist deshalb wichtig. Auch die Gleichstellungsbeauftragte oder der Personalrat helfen weiter.

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Karriere & FörderungPostdoc, Professur, Drittmittel und Sichtbarkeit

Was sind Drittmittel?

Drittmittel sind Forschungsgelder, die Wissenschaftler:innen zusätzlich zum regulären Hochschulbudget einwerben – zum Beispiel von der DFG, der EU, Stiftungen oder der Industrie. Die Einwerbung von Drittmitteln gilt im akademischen Karrieresystem als wichtiger Leistungsindikator. Einen guten Einstieg bietet die DFG-Förderseite für den wissenschaftlichen Nachwuchs.

Was ist der Unterschied zwischen einer Haushalts- und einer Projektstelle?

Siehe unsere ausführliche Erklärung auf der Seite Weg ins Doktorat.

Was ist ein Postdoc – und wie wird die Postdoc-Phase gefördert?

Als Postdoc bezeichnet man Forschende in der Phase nach der Promotion. Sie arbeiten meist in befristeten Stellen (E13 oder E14) an Projekten oder Lehrstühlen und qualifizieren sich für eine Professur, eine Forschungsposition oder die Praxis. Wer eine eigene Stelle einwerben möchte, hat mehrere Optionen, etwa das Walter-Benjamin-Programm der DFG, die Humboldt-Stiftung, die Marie-Skłodowska-Curie-Postdoc-Fellowships der EU oder – für die Schweiz – die Programme des SNF. Eigene Mittel einzuwerben ist ein starkes Signal im Lebenslauf.

Was ist die Habilitation?

Die Habilitation ist im deutschsprachigen Raum die traditionelle Voraussetzung für eine Professur. Sie umfasst eine weitere größere Forschungsleistung nach der Promotion (Habilitationsschrift oder kumulativ) sowie eine Lehrprobe. Zunehmend wird sie durch alternative Karrierewege ersetzt – etwa durch Juniorprofessuren oder Tenure-Track-Modelle –, in manchen Fächern und an manchen Standorten bleibt sie aber relevant.

Was ist eine Juniorprofessur / Tenure Track?

Die Juniorprofessur (JP) ist eine befristete Professur (in der Regel bis zu 6 Jahre, meist in zwei Phasen), die als Alternative zur Habilitation eingeführt wurde. Beim Tenure-Track-Modell kann sie nach positiver Evaluation in eine dauerhafte Professur übergehen. Das ist in Deutschland zunehmend verbreitet. Eine hilfreiche Übersicht bietet der Hochschulkompass der HRK.

Was ist der Mittelbau – und wie komme ich auf eine Dauerstelle?

Als Mittelbau bezeichnet man das wissenschaftliche Personal unterhalb der Professur: Doktorand:innen, Postdocs und Mitarbeiter:innen mit Lehr- oder Koordinationsaufgaben. Unbefristete Stellen (z. B. Akademische Rät:innen, Lehrkräfte für besondere Aufgaben oder Stellen in Wissenschaftsmanagement und Forschungsdatenzentren) sind selten und werden oft nur dann besetzt, wenn Daueraufgaben zu erledigen sind. Wer langfristig im Wissenschaftssystem bleiben möchte, sollte früh prüfen, welche Dauerstellen es in der eigenen Region und Disziplin gibt.

Was ist ein ORCID-Profil?

ORCID (Open Researcher and Contributor ID) ist eine kostenlose, eindeutige Identifikationsnummer für Wissenschaftler:innen. Sie hilft dabei, Publikationen und Forschungsleistungen eindeutig einer Person zuzuordnen – unabhängig von Namenswechseln oder gleichnamigen Kolleg:innen. Viele Verlage, Förderer und Hochschulen verlangen sie inzwischen bei Einreichungen. Ein ORCID-Profil anzulegen lohnt sich früh in der Karriere.

Was sind Google Scholar, ResearchGate und Academia.edu?

Diese Plattformen erhöhen die Sichtbarkeit der eigenen Forschung:

  • Google Scholar indexiert Publikationen automatisch und zeigt Zitationszahlen
  • ResearchGate ist ein soziales Netzwerk für Wissenschaftler:innen mit Publikationsupload
  • Academia.edu bietet ähnliche Funktionen, ist aber kommerziell orientiert

Für den Einstieg reicht in der Regel ein gepflegtes Google-Scholar-Profil. Achte beim Upload von Volltexten auf die Rechte des Verlags (siehe Open Access).

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Politische Kommunikation in der PraxisBerufsfelder, Einstieg und Seitenwechsel

Was kann ich mit einem Abschluss in Politischer Kommunikation werden?

Die Kombination aus Politik- und Kommunikationswissen ist vielseitig verwertbar – weit über die Hochschule hinaus. Typische Berufsfelder sind:

  • Politische Kommunikation & Beratung: Kampagnenmanagement, Wahlkampf, Partei- und Fraktionskommunikation
  • Public Affairs & Government Relations: Interessenvertretung bei Unternehmen, Verbänden, NGOs oder Agenturen
  • Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: Pressestellen von Ministerien, Behörden, Parteien, Institutionen
  • Journalismus & Medien: Politikredaktionen, Qualitätsmedien, Fachjournalismus
  • Think Tanks & Stiftungen: Politiknahe Forschung und Politikberatung
  • Internationale Organisationen: EU-Institutionen, UN, OSZE und ähnliche
  • Daten & Strategie: Media Monitoring, politische Marktforschung, Datenjournalismus

Aktuelle Stellenangebote findest du auf unserer Stellenseite und z. B. bei politik&kommunikation Jobs.

Wie wechsle ich von der Wissenschaft in die Praxis (und zurück)?

Der Seitenwechsel ist gut möglich, wenn du deine Kompetenzen „übersetzt“: Methodenkenntnisse werden zu Datenanalyse und Evidenzbasierung, Projektarbeit zu Projektmanagement, Lehre zu Moderation und Training, Publikationen zu Schreib- und Argumentationsstärke. Hilfreich sind Praktika oder Hospitanzen, ein Profil auf LinkedIn und Kontakte über Netzwerke wie NapoKo – viele Stellen werden über persönliche Empfehlungen besetzt. Die Rückkehr in die Wissenschaft ist schwerer, wenn die Publikationsarbeit lange pausiert; ein offenes Forschungsprojekt oder Lehraufträge halten den Anschluss.

Was ist ein Think Tank – und wie kommt man dort rein?

Think Tanks sind politiknahe Forschungs- und Beratungseinrichtungen, die zwischen Wissenschaft, Politik und Öffentlichkeit vermitteln. Bekannte Beispiele im deutschsprachigen Raum sind die Bertelsmann Stiftung, die SWP, das ifo Institut oder die parteinahen Stiftungen (Friedrich-Ebert, Konrad-Adenauer, Heinrich-Böll etc.). Der Einstieg erfolgt meist über Praktika, Volontariate oder direkte Bewerbung – ein Promotionsabschluss ist oft hilfreich, aber nicht immer erforderlich. Wichtig sind Politikverständnis, analytische Fähigkeiten und die Bereitschaft, für ein breites Publikum zu schreiben.

Was ist der Unterschied zwischen Public Affairs, Lobbying und Government Relations?

Die Begriffe werden oft synonym verwendet, haben aber Nuancen: Public Affairs bezeichnet die strategische Kommunikation von Organisationen mit politischen Akteuren und der Öffentlichkeit. Lobbying ist die direkte Einflussnahme auf Gesetzgebung und politische Entscheidungen – in Deutschland seit 2022 im Lobbyregister erfasst. Government Relations ist der internationale Begriff für die Beziehungspflege zwischen Unternehmen oder Verbänden und staatlichen Stellen. Alle drei Felder bieten attraktive Berufsperspektiven für PolKomm-Absolvent:innen – bei Unternehmen, Verbänden, NGOs oder spezialisierten Agenturen.

Was macht eine Pressestelle – und wie wird man Pressesprecher:in?

Pressestellen sind die kommunikativen Schnittstellen zwischen einer Institution und der Öffentlichkeit bzw. den Medien. Sie verfassen Pressemitteilungen, organisieren Pressekonferenzen, beantworten Medienanfragen und beraten die Führungsebene in Kommunikationsfragen. Pressesprecher:innen gibt es bei Ministerien, Behörden, Parteien, Unternehmen, Hochschulen und NGOs. Der Einstieg erfolgt oft über ein Volontariat oder Referent:innenstellen – journalistische Erfahrung oder ein Kommunikationsstudium sind häufige Einstiegsvoraussetzungen. Aktuelle Stellen gibt es auf dem Jobportal von politik&kommunikation.

Wie bewirbt man sich beim öffentlichen Dienst oder bei Bundesbehörden?

Stellen im öffentlichen Dienst werden in Deutschland unter anderem über Interamt und das Bundesportal karriere.bund.de ausgeschrieben – dort finden sich Positionen von Bundesministerien, Landesbehörden, nachgeordneten Behörden und öffentlichen Einrichtungen. Für wissenschaftlich qualifizierte Bewerber:innen sind besonders Referate für Öffentlichkeitsarbeit, Politikberatung, Grundsatzfragen oder internationale Angelegenheiten interessant. Bewerbungen folgen einem formalisierten Verfahren; Auswahlgespräche und Assessments sind üblich. Tipp: Viele Stellen werden intern oder über persönliche Netzwerke besetzt – Praktika oder Hospitanzen in Behörden sind ein guter Einstieg.

Was sind politische Stiftungen – und bieten sie Karrieremöglichkeiten?

Die sechs großen parteinahen Stiftungen in Deutschland – Friedrich-Ebert-Stiftung, Konrad-Adenauer-Stiftung, Heinrich-Böll-Stiftung, Friedrich-Naumann-Stiftung, Rosa-Luxemburg-Stiftung und Hanns-Seidel-Stiftung – sind nicht nur Stipendiengeber, sondern auch attraktive Arbeitgeber. Sie bieten Stellen in politischer Bildung, internationaler Zusammenarbeit, Forschung und Kommunikation. Daneben vergeben sie Promotions- und Postdoc-Stipendien an politisch und gesellschaftlich engagierte Bewerber:innen.

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