Rückblick auf das NapoKo-Kolloquium 2026 in Hamburg
Am 4. Februar 2026 fand an der Universität Hamburg das NapoKo-Kolloquium im Vorfeld derGemeinsamen Jahrestagung der Fachgruppe „Kommunikation und Politik“ (DGPuK), des Arbeitskreises „Politik und Kommunikation“ (DVPW) sowie der Fachgruppe „Politische Kommunikation“ (SGKM)statt
Das Kolloquium bildete den inhaltlichen Auftakt zur Tagung und bot Promovierenden und Early Career Researchers einen Raum für intensiven fachlichen Austausch, kollegiale Diskussionen und konstruktives Feedback zu laufenden Dissertationsprojekten.
Austausch zu Schreibprozessen und Dissertationsprojekten
Nach einer Begrüßungs- und Vorstellungsrunde stand am Vormittag ein gemeinsamer Input zum Schreibprozess und Erfahrungsaustausch im Mittelpunkt. Diskutiert wurden unterschiedliche Herangehensweisen an das wissenschaftliche Schreiben, Fragen der Strukturierung von Dissertationsprojekten sowie Herausforderungen im Publikationsprozess.
Am Nachmittag wurden vier Dissertationsprojekte vorgestellt und ausführlich diskutiert:
- Elisabeth Schmidbauer (LMU München) untersuchte die Rolle von Nachrichtenpodcasts für politische Information und politisches Wissen und stellte ihr Studienvorhaben vor, einer Mixed-Methods-Studie die qualitative Interviews mit Datenspenden von Spotify kombiniert.
- Janina Mross (Andrássy Universität Budapest) analysierte unter dem Stichwort #VoteNow die Bedeutung sozialer Medien für die politische Mobilisierung junger Wähler:innen in der Europäischen Union.
- Anea Meinert (LMU München) widmete sich der Frage, wie Parteien zu Themen kommunizieren, die nicht zu ihren klassischen Issue-Ownership-Profilengehören, und welche Effekte dies auf politische Wahrnehmungen haben kann.
- Kristina Beckmann (TU Dortmund) befasste sich mit Demokratieunzufriedenheit und Journalismusmisstrauen sowie mit Alltagsvorstellungen über das Verhältnis zwischen Politik und Medien.
Die Beiträge deckten ein breites Spektrum zentraler Fragestellungen der politischen Kommunikationsforschung ab und boten vielfältige Ansatzpunkte für theoretische und methodische Diskussionen.
Konstruktives Feedback durch die Respondents
Ein besonderer Mehrwert des Kolloquiums lag im ausführlichen und sehr konstruktiven Feedback der Respondents Prof. Dr. Theresa Gessler und Dr. Philipp Müller, die die Projektpräsentationen mit präzisen, weiterführenden Kommentaren begleiteten und wertvolle Impulse für die Weiterentwicklung der Dissertationsprojekte gaben.
Dank und Ausblick
Das NapoKo-Kolloquium wurde organisiert von den Nachwuchssprecher:innen Pamina Syed Ali und Nico Spreen. Ein herzlicher Dank gilt zudem der DGPuK-Fachgruppe Kommunikation & Politik sowie dem Tagungsteam für die Bereitstellung der Räumlichkeiten und der Infrastruktur, die den passenden Rahmen für Austausch und Diskussion boten.
Mit dem Kolloquium startete die Tagung unter dem Motto „Demokratische Resilienz als Aufgabe für die politische Kommunikation in einer instabilen Welt“ und machte deutlich, wie wichtig der frühzeitige, offene Austausch über laufende Forschung für die politische Kommunikationswissenschaft ist.




